PROJEKT INTERRELIGIOSITÄT

Bezeichnung Feiertag
Mariä Empfängnis
Fixer Feiertag
Religionsgemeinschaft
Römisch-katholisch
Datum Feiertag 2018
08.12.2018
Datum Feiertag 2019
08.12.2019
Was wird gefeiert?

Im Lukasevangelium Lk 1,28 wird Maria als „Begnadete“ angesprochen: dies ist - ökumenisch gesehen - die gemeinsame Basis dieses Festes.

In der Tradition der Kirche wurde nun darüber reflektiert, inwieweit diese „Begnadetheit“ Marias sie aus der Sündenverflochtenheit der Menschheit herausnimmt:

in der durch Augustinus geprägten westlichen Tradition wird die Sündenverflochtenheit der Menschheit mit dem Ausdruck „Erbsünde“ umschrieben.

 

Man kann also formulieren: Maria ist die Begnadete, sie ist nicht der Sündenverflochtenheit der Welt „ausgeliefert“.

 

Die sehr spät erfolgte Dogmatisierung (1854) wird von den NichtkatholikInnen als ökumenischer Stolperstein empfunden, - von 1854 an heißt der Festtitel „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“.

 

1854 bekräftigte Papst Pius IX. diese Lehre - indem er, nach Befragung aller katholischen Bischöfe, als Dogma verkündete, dass Maria vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an durch die Gnade Gottes "von jedem Schaden der Erbsünde unversehrt bewahrt wurde". Die Begriffe "Erbsünde" oder "Erbschuld" weisen auf eine schicksalhafte Verstrickung in das Böse hin.

Es darf betont werden, dass nach kath. Verständnis Maria auf ganz natürliche Weise gezeugt und empfangen wurde.

Weiterführende Information
Sonstige Bemerkungen

Mariä Empfängnis [= Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria]; Name im Kontext Schule: Erwählung Marias.

Bildquelle:
www.erzdioezese-wien.at


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