Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spezialforschungsbereichs wollen mit ihren Forschungsprojekten besser verstehen lernen, wie sich religiöse und weltanschauliche Pluralisierungsprozesse auf die Gegenwartskultur auswirken und inwiefern Konzepte wie ‚Interreligiosität’ oder ‚interreligiöse Kompetenz‘ helfen können, mit diesen Veränderungen adäquat umzugehen. 
Die konkrete Forschungsarbeit ist dabei durch drei konzeptionelle Entscheidungen geprägt:

(1) Analyse von Religionen und Weltanschauungen im Kontext
Religion und Schule sind Teil von Kultur und Gesellschaft. Aus diesem Grund untersuchen wir die Konsequenzen religiöser Pluralisierungsprozesse immer in ihren sozio-kulturellen Kontexten.

(2) Schwerpunkt im Bereich empirischer Forschung
Den aktuellen Debatten um Interreligiosität und interreligiöse Kompetenz mangelt es an empirisch belastbaren Daten. Dementsprechend nutzen wir für unsere Forschungsarbeiten primär empirische Methoden – bspw. aus der quantitativen und qualitativen Sozialforschung.

(3) Fokus auf Forschung und Praxis 
Die Konzepte ‚Interreligiosität‘ und ‚interreligiöse Kompetenz‘ sind Marker für gesellschaftliche Veränderungen. Ein besonderes Spezifikum unserer Arbeit ist deshalb einerseits die Sensibilität für die Verwendung solcher Marker bei der Formulierung von Forschungsfragen und andererseits das Ziel, Forschungsergebnisse einer weiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.